1.Mannschaft - VfB Annen 2:0

Die Altmeister gehen voran

Von Kevin Korte am 15. Dezember 2013 20:47

Recklinghausen. Im Keller brennt noch Licht! Bezirksliga-Schlusslicht FC/JS Hillerheide kam zum Jahresabschluss gegen einen erschreckend harmlosen VfB Annen zu einem (überlebens-)wichtigen 2:0 (1:0)-Heimsieg. Ein Erfolgserlebnis, das für die Rückrunde hoffen lässt...

 

 

Die Erleichterung ist groß: Die Hillerheider (v.l.) Rabih Such, Christian Konzok, Mathias Menke

und Muhammed Elmas freuen sich über das 2:0 gegen den VfB Annen. Foto: Korte

 

Denn die Hausherren warfen schlichtweg die Grundtugenden des Abstiegskampfes in die Waagschale: Laufbereitschaft, Einsatzwille und Zweikampfstärke. Für ein Fußball-Spektakel reichen diese Zutaten beileibe nicht, wohl aber für drei Punkte im Abstiegskampf. Und die waren ein satter Schritt nach vorn mit Blick auf das Heider Punktekonto, das aktuell mit sieben Zählern immer noch recht spärlich gefüllt ist. Allerdings ist die Hoffnung beim FC/JS zurück. „Es war unglaublich wichtig mit einem Erfolgserlebnis in die Pause zu gehen“, gewährt Spielertrainer Adrian Przibilka einen Einblick in die Gefühlswelt seiner Kicker.

Die Gäste aus Witten, die nach einer Verletzungswelle nur mit einem Minimalaufgebot von 13 Spielern (darunter zwei Torhütern) angereist waren, entwickelten selbst wenig Spielfreude und folglich entwickelte sich auch eine höhepunktarme Partie, in der die Hillerheider allerdings stets die Spielkontrolle für sich beanspruchen konnten. „Wir haben das gemacht, was wir können“, bilanzierte Przibilka nach Spielschluss, der im Vorfeld der Partie speziell seinen jüngeren Spielern keinen Vorwurf an der aktuellen Misere ankreidete.

Umso bemerkenswerter ist daher der Umstand, dass mit Rabih Such (36) und Mathias Menke (29), nach Przibilka die Alterspräsidenten der Mannschaft, die Tore beisteuerten: Der 1:0-Führungstreffer von Such per Kopfball (20.) war der Lohn einer engagierten Anfangsphase. Menkes 2:0 nach 64 Minuten – ebenfalls per Kopf – war dann der nötige Nervenberuhiger für die anstehende Schlussphase. Dort hatte der FC/JS mehrmals in der abgelaufenen Hinrunde bereits sicher geglaubte Punkte noch herschenken müssen. Dieses Unglück passierte diesmal nicht. Auch, weil Hillerheide in der Deckung sicher stand. Aber auch, weil mit Dirk Gallert, eigentlich Trainer der zweiten Mannschaft, diesmal ein Lautsprecher an der Seitenlinie agierte, der permanent höchste Konzentration von der Heider Elf einforderte. Das gelang.
Auf Dauer wird das Engagement Gallerts bei der Bezirksliga-Elf nicht sein: Bei Aufnahme der Rückrunde wird der Übungsleiter wieder die zweite Mannschaft betreuen.  

 

1.Mannschaft - Viktoria Resse 0:3

 

(RZ, 21.10.2013)

1.Mannschaft - TuS Eichlinghofen 2:4 (1:1)

 

(RZ, 16.09.2013)

Stadtmeisterschaft - FC/JS im Endspiel

Fußball-Stadtmeisterschaft: Thronsturz mit Getöse

Von Ralf Wiethaup am 25. Juli 2013 21:53

Recklinghausen. Keine Revolution ohne Unruhen! Und so verlief auch der vom FC/JS Hillerheide inszenierte Thronsturz der Sportfreunde Stuckenbusch nicht ohne erhebliche Randerscheinungen ab. Wobei es nicht so sehr die sportlichen Ereignisse beim 1:0 (1:0)-Erfolg des Bezirks- gegen den Landesligisten waren, die während der Partie und auch im Anschluss daran für Gesprächsstoff sorgten, sondern die mitunter umstrittene Spielleitung von Schiedsrichter Mehmet Özdemir. 

Hier geblieben! Hillerheides Kapitän Rabih Such packt im Zweikampf mit Stuckenbusch-Stürmer Edis Burnic zu. Foto: Holz

 

Was wir an dieser Stelle nicht leisten können, ist die Überprüfung jeder Entscheidung des Referees. Was wir jedoch sehr wohl leisten können, ist die Wiedergabe der Stuckenbuscher Meinung zu seiner Vorstellung – und da fand Coach Michael Pannenbecker sehr deutliche Worte: „Ganz ehrlich, ich fand es peinlich, was sich hier abgespielt hat.“ Seine persönliche Bilanz des „Schreckens“: „Es wurde ein Tor gegen uns gegeben, dem ein Foul voranging. Es wurden uns zwei Strafstöße verweigert und zudem noch zwei Tore aberkannt.“

Doch bevor der Stuckenbuscher Trainer in die Ecke des bösen Schiri-Beschimpfers gedrängt wird, sei auch erwähnt, was er noch sagte: „Zuallererst sind wir mal selbst für unsere Leistung verantwortlich – und die war ganz ausdrücklich nicht gut.“

Ob‘s daran lag, dass sich Tobias Bockhoff bei den Sportfreunden mit einem im Viertelfinale erlitteten Bänderriss abmeldete oder ob‘s vielleicht auch an der engagierten Leistung der Hillerheider lag: Sicher ist, dass das Pannenbecker-Team gar nicht ins Rollen kam, was den Hillerheidern vor der Pause ein optisches und auch spielerisches Übergewicht bescherte – und schließlich auch das 1:0: Erzielt von Neuzugang Dennis Schmidt aus 12 Metern (16.). Die meisten Stuckenbuscher hatten zuvor ein Foul an Edis Burnic gesehen, der Schiedsrichter nicht.

Und dieser wurde dann vor allem nach der Pause zum Buhmann im Lager des Landesligisten: Stuckenbusch wurde zwar besser und auch überlegen, aber man scheiterte entweder an sich selbst (Tatura, 48.) oder eben an den Pfiffen von Özdemir.

Dass man die ganze Sache auch anders sehen konnte, bewies Hillerheide-Coach Marc Manderla: „Ich konnte die meisten Pfiffe nachvollziehen, und wenn man ehrlich ist, dann hat Stuckenbusch aus dem Spiel heraus wenig Gefahr entwickelt. Zu null, gewonnen und im Finale – ich bin zufrieden.“

Ins Endspiel am Samstag gehen die Hillerheider „Revoluzzer“ jetzt als Favorit – das haben sie sich natürlich selbst eingebrockt.  

 

1.Mannschaft - SG Hillen 5:0

Fußball-Stadtmeisterschaft: Hillerheide siegt im Schongang

Von Meike Holz am 23. Juli 2013 22:28

Recklinghausen. Der FC/JS Hillerheide hat zwar für einen verspäteten Anpfiff gesorgt, weil die Spielerpässe nicht pünktlich vorlagen. Auf dem Platz legte der Bezirksligist gegen die SG Hillen jedoch gleich los. 

 

Dennis Schmidt (l.) und Hayssam Siala und Hillens Torhüter Ferdi Kahraman haben den Ball im Blick. Foto: Holz 

 

Nach gerade einmal 120 Sekunden köpfte Neuzugang Hayssam Siala mit seinem dritten Turniertor zur Führung ein, die Hillerheide in der Folgezeit zum 5:0 (2:0)-Erfolg ausbaute. Ein standesgemäßes Resultat gegen einen B-Kreisligisten.

Der erkannte die Stärke des Gegner neidlos an. Mit der Leistung seiner Mannschaft war SGH-Trainer Klaus-Dieter Mischke hinterher allerdings auch zufrieden und stellte daher fest: „Das Ergebnis ist ein bisschen zu hoch ausgefallen.“
Das resultierte vor allem aus dem klassischen Fehlstart, der der Mannschaft von Trainer Marc Manderla in die Karten spielte. Denn der frühen Führung ließ Thomas Meister aus halbrechter Position nur wenig später das 2:0 folgen (6.).

Hillerheide kombinierte auch in der Folgezeit gefällig und setzte das Mischke-Team unter Druck. Bis zum Pausenpfiff hielten SGH-Torhüter Ferdi Kahraman und dessen Vorderleute diesem stand.

Auf der Gegenseite verbrachte FC/JS-Keeper Mark Mahlmeister eine entspannte Halbzeit. Nur einmal wurde er geprüft, als Alexander Born aus der zweiten Reihe abzog. Gespielt waren da 21 Minuten.

Nach dem Seitenwechsel schlug Hillerheide aus seinem optischen Vorteilen mehr Kapital: Dennis Schmidt (34.) und Christian Konzok (4:0) erhöhten auf 4:0, ehe Tobias Kolok per Foulelfmeter den Schlusspunkt setzte (55.). Kahraman hatte zuvor Siala, der weitere gute Chancen hatte, unsanft vom Ball getrennt.