Geßner lässt Hillerheide jubeln

RECKLINGHAUSEN Zum Abschluss der Hinrunde hat Fußball-Bezirksligist FC/JS Hillerheide einen 1:0 (0:0)-Erfolg im Kellerduell gegen Schwarz-Weiß Röllinghausen gefeiert.

Während Röllinghausen niedergeschlagen ist, feiert Michell Kasbrink den Hillerheider Derbysieg. Foto: Meike Holz

„Wir wollten vermeiden, auf einen Abstiegsplatz abzurutschen“, erklärte FC/JS-Kapitän  Julian  Michalski. Das gelang. In der Gefahrenzone bleibt hingegen die Elf von Frank Fuhrmann und Daniel Konert. Auf sechs Punkte vergrößerte sich durch die Niederlage beim bisherigen Tabellennachbarn der Rückstand zum rettenden Ufer.

„Egal“, wiegelte Fuhrmann sogleich ab. „Sechs Punkte sind schnell aufgeholt.“ Beleg hierfür sei bisherige Bilanz: „Wir hatten vor wenigen Wochen erst drei Punkte“, so Fuhrmann, „jetzt sind‘s schon zehn.“

Gern hätten die Gäste am Sonntag die Abstiegssorgen ihres Ortsrivalen verschärft. „Wir hatten zwei, drei gute Chancen“, erkannte Fuhrmann zurecht. Kapital schlugen die Schwarz-Weißen daraus aber nicht. „Vieles war bei uns leider nur Stückwerk. Wir haben gar nicht zu unserem Spiel gefunden.“

Daran leisteten die Platzherren ihren Beitrag. Das Hillerheider Trainergespann hatte vor dem Kellerduell an kleinen Stellschrauben gedreht und umgestellt. „Die Jungs haben sich an die taktische Route gehalten“, lobt Such. „Wir wollten früh anlaufen und die junge Röllinghäuser Mannschaft aus dem Tritt bringen.“

Es blieb jedoch bei optischen Vorteilen, weil Bryan Guddatis (5., 29.) oder André Kostrzewa (31.) scheiterten. Nach dem Kabinengang lenkte SWR-Torhüter Jörg Eul einen Freistoß vom linken Strafraum-Eck über die Querlatte (54.).

Fünf Minuten später hatte Röllinghausen auf der Gegenseite Pech, dass Nico Isenbort den Ball aus kurzer Distanz neben das Tor von Michel Schnell setzte. Frank Fuhrmann atmete tief durch: „Ich habe immer gesagt, wer das erste Tor macht, gewinnt das Spiel.“

Er sollte recht behalten, hätte aber lieber die Schwarz-Weißen auf Erfolgskurs gesehen. Zum Röllinghäuser Spielverderber wurde Alexander Geßner, der später die Gelb-Rote Karte sah, mit einer direkt verwandelten Ecke (66.).

Die Führung stand auf einem wackligen Fundament. „Wir mussten zittern“, bekannte Such. Fabian Mackowiak (70.) oder Pascal Dorawa (82.) hatte den Ausgleich auf dem Fuß. „Es kam einfach zu wenig. Das ist bitter“, haderte Fuhrmann hinterher, während die Heider Fußballer den Derbysieg feierten.