Heide patzt bei Konkurrent Resse

GELSENKIRCHEN So leicht hätte sich Genclerbirligi Resse die Heimaufgabe nicht vorgestellt. Beim 5:2 (2:0) gegen den FC/JS Hillerheide trafen die Gelsenkirchener auf wenig Gegenwehr und zogen nach Punkten mit der Formation von Trainer Rabih Such gleich.

Kopfballchance: Marvin Sachsenweger (2.v.l.) vergibt die gute Möglichkeit zum Anschluss. Foto: Jochen Sänger

Der Teamchef war nach dem blutleeren Auftritt seiner Elf bedient: „So haben wir in der Bezirksliga nichts zu suchen. Das war absolut null. Eine Katastrophe. Offensichtlich hatten die Jungs schon vor dem Anpfiff die drei Punkte in der Tasche. Sie waren wohl mit dem Kopf beim Derby gegen Suderwich.“

Unverständlich, wie passiv sich die Gäste im ersten Durchgang präsentierten. Zwar stimmte zunächst wenigstens die Abstimmung in der Defensive, aber nach gut 20 Minuten häuften sich die Chancen für Resse. Cahit Gündogan vergab frei (24.) und Keeper Michel Schnell parierte gegen Semih Cetin (26.). Beim 0:1 ließ sich die FC/JS-Abwehr durch einen einzigen langen Ball ausspielen. Cetin behielt diesmal die Nerven (38.). Zwei Minuten später patzte Torwart Schnell entscheidend, als er eine Flanke fallen ließ. Lokman El Kasmi staubte zum 2:0 ab.

Überflüssig dann die Gelb-Rote Karte, die sich Björn Fehr einhandelte. Nach einem Foulspiel wurde er verwarnt und protestierte gegen die Entscheidung, indem er den Ball auf den Boden schleuderte. Der Schiedsrichter wertete die Aktion als „aggressives Verhalten“. Nach der Standpauke von Trainer Such und einem Dreifach-Wechsel schienen sich die Heider zu berappeln. Das war nur ein Strohfeuer. Resses Kapitän Volkan Yilmaz köpfte nach einer Ecke zum 3:0 ein (48.).

Die Gäste bewiesen Moral und zeigten, dass die Hausherren beileibe nicht übermächtig waren. Vielleicht wäre noch was gegangen, wenn Marvin Sachsenweger seine Kopfballchance genutzt hätte (57.). Fünf Minuten später zögerte Max Kadura zu lange und wurde abgeblockt. So kamen die Resser, die sich aufs Kontern verlegten, zu zwei weiteren einfachen Toren. Muhammed Akay (65.) und Mohammed El Kasmi (76.) schraubten das Ergebnis auf 5:0. Hillerheide verkürzte durch zwei Tore des eingewechselten Christion Konzok (80., 87.) auf 2:5. Nach der Ampelkarte gegen Resses Ali Vural (90.+2) bekamen die Gäste noch zwei weitere dicke Möglichkeiten. Aber Kadura und Janik Smyrek, der den Pfosten traf, vergaben. Die Chancen zeigen, wie leicht es gewesen wäre, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.